Schwerer LKW-Unfall auf der BAB A9

Am heutigen Vormittag wurden wir zusammen mit vielen anderen Kräften auf die A9 alarmiert, nachdem zwischen dem AK Nürnberg und der Ausfahrt Nürnberg-Fischbach drei LKW aufeinander aufgefahren waren.

Der Fahrer des mittleren LKW war weniger stark eingeklemmt und konnte relativ schnell befreit werden. Hier war auch weniger technisches Gerät erforderlich, um die schwer verletzte Person an den Rettungsdienst zu übergeben.

Um die Rettungsarbeiten am hinteren LKW zu erleichtern wurden die Fahrzeuge über Seilwinden auseinandergezogen.

Im letzten LKW war der Fahrer massiv eingeklemmt, aber ansprechbar.

Über eine aufgestellte Rettungsplattform konnte der Fahrer vom medizinischen Personal auch erstversorgt und weitestgehend stabilisiert werden.

Ebenfalls über die Plattform, aber auch über die Beifahrerseite, die Rückseite der Kabine und das Dach wurde mit verschiedenem technischen / hydraulischen Gerät Schritt für Schritt die Einklemmung gelöst.

Durch Vorziehen der Lenksäule mittels Ketten am Rettungsspreizer wurde der Brustbereich des Verletzten entlastet.

Nach insgesamt rund 2 Stunden konnte der Fahrer schließlich auf einem Spineboard befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Der Verletzte, bei dem laut Einsatzleitung des Rettungsdienstes Lebensgefahr bestand, wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung THL 4
Einsatzstart 31. Mai 2022 10:27
Einsatzdauer ca. 4,5h
Fahrzeuge Kommandowagen KdoW
Mehrzweckfahrzeug MZF
Löschgruppenfahrzeug LF 16/12
Rüstwagen RW
Gerätewagen Logistik GW-L
Verkehrsicherungsanhänger VSA
Alarmierte Einheiten Kreisbrandinspektion
FF Schwaig
Feuerwehr Röthenbach
Feuerwehr Nürnberg-Fischbach
Berufsfeuerwehr Nürnberg
THW N-Land
Rettungsdienst (mehrere RTW und NEF, RTH)
Polizei