Eichenprozessionsspinner

11. Juni 2021
Wieder erste Fälle in diesem Jahr

(jf/hb) Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch 2021 wieder vom Auftreten des Eichenprozessionsspinners bzw. dessen Larven/Raupen berichtet.

Von den Larven, die in Massen auftreten können, geht eine nicht unerhebliche Gefahr aus, denn deren Haare, die teilweise mit dem Wind verbreitet werden, können schwere allergische Reaktionen, Hautausschläge, Schwindel, Fieber, Müdigkeit, eine Bindehautentzündung oder auch einen allergischen Schock (Anaphylaxie) auslösen.

Auch noch Jahre später können Häutungsreste der Larven diese Gefahr darstellen.

Wenn Sie einen betroffenen Baum feststellen, halten Sie sich von diesem unbedingt fern. Achten Sie auch auf die Windrichtung. Entfernen Sie die Larven nicht ohne entsprechende Schutzausstattung bzw. überlassen Sie das Entfernen einer Fachfirma.

ACHTUNG: Ihre Feuerwehr ist für die Beseitigung grundsätzlich NICHT zuständig!

Auf Privatgrund muss die Beseitigung grundsätzlich durch Fachfirmen erfolgen. Nur bei Allergikern UND wenn eine entsprechende Firma nicht schnell verfügbar ist, KANN die Feuerwehr die Beseitigung übernehmen.

Auf öffentlichem Grund ist grundsätzlich die Kommune (Gemeinde, Stadt) zuständig. Hier wird die Feuerwehr nur dann tätig, wenn diese nicht sofort greifbar ist (z.B. am Wochenende) oder von einer besonderen Gefährdung (z.B. an Kindergärten, Schulen, Altenheimen) ausgegangen werden kann.

Verwechslungsgefahr mit der Gespinstmotte (Bild 2).

Diese spinnt Kokons, die verschiedene Pflanzen teilweise komplett überziehen, was gespenstisch aussieht, jedoch keine Gefahr darstellt.

Der Eichenprozessionsspinner (Bild 1) st jedoch nahezu ausschließlich auf Eichen und dies meist an Waldrändern zu finden.

Herzlichen Dank an die FF Lauf für die Bildfreigabe