Das Jahr 2019 der Feuerwehr Schwaig

1. Januar 2020
Jahresrückblick
Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr

Zunächst wünscht Ihnen „Ihre“ Feuerwehr Schwaig
„a Gsund’s Neues“ - alles Gute, Glück und Gesundheit für das neue Jahr 2020!

Das Jahr 2019 der Feuerwehr Schwaig
Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr

(jf) Wurden wir zum Jahreswechsel von Einsätzen verschont, blicken wir nun aber auf das bisher einsatzreichste Jahr aller Zeiten zurück - mit 122 Alarmierungen war im Jahresdurchschnitt jeden dritten Tag unsere Hilfe erforderlich.

Erneut bestätigt sich die Entwicklung von der klassischen Feuerwehr zur „Hilfeleistungswehr“.

Vier Mal wurden wir zu ausgelösten Brandmeldeanlagen bzw. privaten Rauchwarnmeldern alarmiert, lediglich neun Mal erfolgte die Alarmierung zu klassischen Brandeinsätzen, darunter mehrere Wald- und Flächenbrände. Hier bleibt zu hoffen, dass diese auf Grund der Wetteränderungen nicht weiter zunehmen werden.

96 Mal jedoch lautete das Alarmstichwort „THL“ (Technische Hilfeleistung), was einem prozentualen Anteil von fast 79% entspricht.

Das Spektrum der THL-Einsätze reichte dabei vom Wasserschaden im Keller, Unwettereinsätzen, auslaufenden Betriebsmitteln, Wohnungsöffnungen, Kleintierrettungen bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit einer oder mehreren eingeklemmten Personen. Acht Mal kam unsere Drehleiter zur Rettung von Patienten über den Rettungskorb zum Einsatz, was meist dann erfolgt, wenn Arzt oder Rettungsdienst keine Möglichkeit des patientenschonenden Transports über das Treppenhaus finden.

Im Januar 2019 waren Feuerwehren des Landkreises, darunter mehrere unserer Kameraden, im Schneekatastrophengebiet „Buchenhöhe“ im Einsatz.

Im gleichen Monat ereignete sich auch der erste schwere Autobahnunfall des Jahres, an dem auf der BAB A9 drei LKW beteiligt waren. Dabei war ein mittelschwer verletzter Fahrer im Führerhaus eingeklemmt worden und musste mit hydraulischem Gerät befreit werden. Zwei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen.

Im Februar erfolgte eine ungewöhnliche Einsatzfahrt, als neben vielen anderen Feuerwehren auch unsere Drehleiter und unser Rüstwagen zum Fund einer Fliegerbombe nach Nürnberg alarmiert wurden.

Im März sorgten die Sturmtiefs „Bennet“ und „Eberhard“ für mehrere umgestürzte Bäume, die von uns beseitigt werden mussten.

Im gleichen Monat ereignete sich erneut ein schwerer Verkehrsunfall, dieses Mal auf der BAB A3 in Fahrtrichtung Würzburg, zu dem wir zusammen mit den Kameradinnen und Kameraden aus Behringersdorf alarmiert wurden. Bei diesem Unfall war ein LKW auf einen PKW aufgefahren. Die schwer verletzte Fahrerin war zwar nicht eingeklemmt, aber durch die Deformation des Fahrzeuges in diesem eingeschlossen und es musste mit hydraulischem Gerät ein Zugang für eine schonende Rettung geschaffen werden.

Im April kam es zu ersten Wald- bzw. Böschungsbränden, darunter der größte an der BAB A3, zu dem neben uns auch die Feuerwehren aus Behringersdorf, Röthenbach und Rückersdorf bzw. deren wasserführende Fahrzeuge alarmiert wurden.

Eine extrem kurze „Anfahrt“ hatten wir im Mai, als der Fahrer eines Entsorgungsunternehmens eine Rauchentwicklung an bzw. in seinem Fahrzeug bemerkte und dieses geistesgegenwärtig in den Hof unseres Gerätehauses steuerte. Größerer Schaden konnte so verhindert werden.

Selbstverständlich gibt es keine „schönen“ Einsätze, sehr wohl aber angenehmere und eher unangenehme. Zu einem Einsatz der letztgenannten Art wurden wir zusammen mit der FF Behringersdorf im Juni alarmiert, als zwischen Rückersdorf und Behringersdorf eine Person von einem Zug erfasst und getötet wurde.

Zu einem größeren der vergleichsweise wenigen Brandeinsätze des Jahres wurden wir ebenfalls im Juni alarmiert, als in einem Abroll-Presscontainer eines Unternehmens ein Feuer ausgebrochen war. Hier war, nachdem wir mittels Trennschleifer eine Öffnung schaffen konnten, zunächst nur eine Kühlung des Unrats möglich. Da der Container in einer Grube stand, konnte dieser erst geöffnet und der Unrat entladen und abgelöscht werden, nachdem das Entsorgungsunternehmen diesen herausgehoben hatte.

Der schwerste Verkehrsunfall des Jahres ereignete sich im Juli auf der BAB A3 auf Höhe des Autobahnkreuzes Nürnberg, nachdem ein Falschfahrer mit zwei anderen Fahrzeugen kollidiert war. Entgegen erster Meldung war der Unfallverursacher zwar nicht im Fahrzeug eingeklemmt, seine Verletzungen waren jedoch so schwer, dass dieser trotz intensiver Wiederbelebungsversuche noch an der Unfallstelle verstarb.

Nicht mehr zu retten war ein PKW, der Ende August in der Ausfahrt Behringersdorf Feuer fing und nahezu komplett ausbrannte.

War die Strecke längere Zeit „einsatzfrei“, wurden wir im letzten Drittel des Jahres auch mehrmals wieder auf die LAU 15, also die Kreisstraße von Schwaig in Richtung Diepersdorf, alarmiert. Dort hatten sich jeweils Fahrzeuge, die von der Fahrbahn abgekommen waren, überschlagen. Dabei kam es aber glücklicherweise zu keinen gravierenden Personenschäden.

Glück im Unglück hatte der Fahrer eines LKW bei einem Unfall auf der BAB A9 im November. Im Berufsverkehr waren drei LKW aufeinander aufgefahren, es wurde jedoch niemand eingeklemmt, eine Person jedoch mittelschwer und zwei weitere leicht verletzt.

Spektakulär war ein Unfall im Dezember in Röthenbach, zu dem auf Grund der ersten Meldungen und der Tatsache, dass es sich beim Unfallort um eine Tankstelle handelte, neben Spezialkräften des Landkreises auch wir alarmiert wurden. Ein PKW war von der Straße abgekommen und kam erst in einer Fensterfront der dortigen Tankstelle zum Stehen. Bei erster Erkundung durch die Feuerwehr Röthenbach konnte diese aber feststellen, dass der Unfall doch glimpflich ausgegangen war, so dass wir nicht mit anrücken mussten.

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